Marderschutz beim Elektroauto: Warum Vorsorge bei ARI Bruni, ARI Poly und ARI 458 Pro besonders wichtig ist

5. Juni 2026

Marderschutz beim Elektroauto: Warum Vorsorge bei ARI Bruni, ARI Poly und ARI 458 Pro besonders wichtig ist


Viele Besitzer von Elektroautos wiegen sich in falscher Sicherheit: Kein Verbrennungsmotor, kein warmer Motorraum, also auch kein Marderproblem – so die verbreitete Annahme. Die Realität sieht leider anders aus. Steinmarder sind neugierige Tiere mit ausgeprägtem Spieltrieb und scharfen Zähnen. Auch wenn Elektrofahrzeuge wie der ARI Bruni oder der ARI Poly keinen klassischen Verbrennungsmotor besitzen, bieten sie dem Marder dennoch Angriffsflächen.


Elektroautos sind zwar am Unterboden und im Motorraum meist vollflächig verkleidet, und Hochvoltleitungen verfügen über spezielle Schutzrohre sowie dicke Isolierungen. Doch vollständig geschützt sind sie nicht. Gerade die Faltenbalge aus Gummi an den Antriebswellen und die Bereiche rund um Ladeanschlüsse können für den Marder zugänglich sein.


Warum ein Marderschaden am E-Auto besonders teuer wird


Der entscheidende Unterschied zum Verbrenner liegt in der Spannung: Während in einem klassischen Benzin- oder Dieselfahrzeug nur 12 Volt durch die Leitungen fließen, arbeiten Elektroautos mit Hochvoltsystemen von bis zu 400 Volt. Ein angeknabbertes Hochvoltkabel lässt sich nicht einfach flicken. Aus Sicherheitsgründen muss der gesamte betroffene Kabelsatz komplett ausgetauscht werden – und das dürfen nur speziell ausgebildete Fachkräfte. Die Reparaturkosten gehen schnell in die Tausende Euro.


Immerhin: Elektroautos verfügen über eine sehr hohe Hochvolt-Eigensicherheit. Die Gefahr eines Stromschlags besteht selbst bei einem Marderbiss nicht, da die Isolationsüberwachung des Hochvoltsystems Defekte sofort erkennt und eine Warnmeldung anzeigt. Gefährlich ist ein Marderschaden also vor allem für den Geldbeutel – nicht für die Insassen.


Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden allein im Jahr 2023 rund 235.000 Marderschäden an kaskoversicherten Fahrzeugen gemeldet, mit Gesamtkosten von 128 Millionen Euro. Mit der steigenden Zahl von Elektroautos auf deutschen Straßen betrifft dieses Problem zunehmend auch E-Auto-Besitzer.


Marderschutz für den ARI Bruni – den kompakten Stadtflitzer schützen


Der ARI Bruni ist mit seinen nur 3,07 Metern Länge und dem 17,3-kWh-LiFePO4-Akku der perfekte Begleiter für den Stadtverkehr. Mit bis zu 215 Kilometern Reichweite nach WLTP und Betriebskosten von rund 3 Euro auf 100 Kilometer ist er eines der günstigsten Elektroautos auf dem deutschen Markt.


Gerade weil der Bruni häufig im Stadtgebiet im Freien geparkt wird – in Wohngebieten, an Straßenrändern oder auf offenen Parkplätzen – ist er potenziell stärker dem Marderrisiko ausgesetzt als ein Fahrzeug, das stets in einer geschlossenen Garage steht. Wer seinen ARI Bruni liebt, sollte daher frühzeitig an den Marderschutz denken.


ARI Poly – auch das fünftürige Elektroauto braucht Schutz


Mit dem ARI Poly bietet ARI Motors seit 2025 sein erstes fünftüriges Elektroauto der Fahrzeugklasse M1 an. Der Poly erweitert das Angebot über die bisherigen Leichtfahrzeuge und Transporter hinaus und richtet sich an Fahrer, die ein vollwertiges Elektroauto zu einem attraktiven Preis suchen.


Auch für den ARI Poly gilt: Wer das Fahrzeug regelmäßig draußen abstellt, sollte sich aktiv mit dem Thema Marderschutz auseinandersetzen. Die Hochvoltleitungen des Poly verdienen denselben Schutz wie die jedes anderen Elektroautos.


Marderschutz beim E-Transporter ARI 458 Pro – gewerbliche Fahrzeuge besonders gefährdet


Gewerblich genutzte Fahrzeuge wie der ARI 458 Pro stehen häufig auf Betriebshöfen, Firmengeländen oder an wechselnden Einsatzorten im Freien – oft über Nacht und am Wochenende. Genau das macht sie zu idealen Marder-Zielen.


Der ARI 458 Pro ist als vielseitiger Elektro-Kleintransporter in zahlreichen Aufbauvarianten erhältlich: als Pritsche, Kipper, Kastenwagen, Kofferaufbau oder sogar als Foodtruck und Campingmobil. Sein 15-kW-Elektromotor sitzt im Heck – einen klassischen vorderen Motorraum gibt es beim 458 Pro nicht. Das reduziert zwar die typische Angriffsfläche für Marder, macht den Schutz aber keineswegs überflüssig: Kabel und Leitungen verlaufen auch am Unterboden und im Heckbereich, und die Gummi-Faltenbalge der Antriebswellen bleiben ein beliebtes Ziel. Mit Reichweiten von bis zu 230 Kilometern und Betriebskosten von rund 4 Euro auf 100 Kilometer ist der 458 Pro das Arbeitstier der ARI-Flotte. Ein Marder-bedingter Ausfall bedeutet hier nicht nur teure Reparaturkosten, sondern auch verlorene Arbeitszeit und Umsatzeinbußen.


Unternehmen, die eine Flotte von ARI 458 Pro betreiben, sollten Marderschutz daher als festen Bestandteil ihrer Fahrzeugpflege einplanen.


Welcher Marderschutz hilft wirklich?


Nicht alle Methoden zur Marderabwehr sind gleich wirksam. Hier ein Überblick über die gängigsten Optionen und ihre Wirksamkeit:


Elektronische Abwehrsysteme – die effektivste Lösung


Die wirksamste Methode gegen Marder sind elektronische Abwehrsysteme. Diese arbeiten nach dem Weidezaun-Prinzip mit harmlosen Hochspannungsimpulsen an Kontaktplatten, die im Motorraum oder – bei Fahrzeugen mit Heckantrieb wie dem ARI 458 Pro – im Heckbereich und am Unterboden montiert werden. Berührt der Marder eine Platte, erhält er einen kurzen Schreckreiz und zieht sich zurück. Kombiniert mit Ultraschall-Sendern, die in wechselnden Frequenzen arbeiten, bieten diese Systeme den zuverlässigsten Schutz. Solche Geräte sind auch für Elektro- und Hybridfahrzeuge geeignet und können bei einem Fahrzeugwechsel – etwa vom ARI Bruni auf den ARI 458 Pro – einfach mitgenommen werden.


Mechanische Schutzmaßnahmen


Eine Abschottung gefährdeter Fahrzeugbereiche mit engmaschigen Drahtgittern oder speziellen Wannen verhindert, dass der Marder überhaupt an die empfindlichen Kabel und Schläuche gelangt. Je nach Fahrzeugtyp betrifft das den vorderen Motorraum, den Heckbereich oder den Unterboden. Diese Lösung ist besonders für Fahrzeuge sinnvoll, die regelmäßig am selben Ort im Freien stehen. Zusätzlich gibt es Wellrohre aus Hartkunststoff, die über besonders gefährdete Kabel und Leitungen gezogen werden und einen mechanischen Bissschutz bieten.


Hausmittel – gut gemeint, aber wenig wirksam


Hunde- oder Katzenhaare, Mottenkugeln, Toilettensteine oder spezielle Duftsprays: All diese Hausmittel werden immer wieder als Marderschutz empfohlen. Ihre Wirksamkeit ist jedoch nicht bewiesen. Marder gewöhnen sich schnell an Gerüche, und spätestens nach dem nächsten Regen ist die Wirkung verflogen. Wer sein Elektroauto ernsthaft schützen möchte, sollte auf erprobte elektronische oder mechanische Lösungen setzen.


Regelmäßige Reinigung nach Marder-Besuch


Ein oft übersehener, aber wichtiger Tipp: Wenn Ihr Fahrzeug bereits Marder-Besuch hatte, sollten Sie die betroffenen Bereiche professionell reinigen lassen. Marder hinterlassen Duftspuren, die Rivalen anlocken. Ein aufgebrachter Artgenosse verursacht dann oft die schlimmsten Schäden, weil er die Geruchsmarkierungen seines Konkurrenten aggressiv bekämpft.


Marderschutz und Versicherung – was zahlt die Teilkasko?


Marderschäden sind in der Regel über die Teilkaskoversicherung abgedeckt – allerdings nur die direkten Bissspuren. Folgeschäden, etwa wenn ein angebissener Kühlschlauch zu einem Motorschaden führt, sind häufig nicht mitversichert. Bei Elektroautos, wo ein einziger Biss an einem Hochvoltkabel den Austausch des gesamten Kabelsatzes erfordert, ist der direkte Schaden allerdings bereits hoch genug.


Prüfen Sie vor dem Kauf Ihres ARI Bruni, ARI Poly oder ARI 458 Pro die genauen Konditionen Ihrer Teilkaskoversicherung. Einige Tarife schließen Folgeschäden durch Marderbiss ausdrücklich mit ein – das kann sich gerade bei Elektrofahrzeugen schnell bezahlt machen. ARI Motors bietet übrigens günstige Versicherungstarife über Partnerunternehmen an.


Wann sind Marder besonders aktiv?


Steinmarder haben zwei Hochphasen im Jahr. Im Frühjahr, von etwa April bis Juli, ist Paarungszeit: Rivalen kämpfen um Reviere und Weibchen, was die Aggressivität der Tiere erhöht. Im Herbst suchen Marder warme Schlaf- und Ruheplätze für die kalte Jahreszeit. Wer sein Elektrofahrzeug regelmäßig im Freien parkt, sollte in diesen Monaten besonders aufmerksam sein.


Ein typisches Warnsignal sind kleine Pfotenabdrücke auf der Karosserie oder der Windschutzscheibe. Auch Kratzspuren, Tierhaare oder sichtbare Bissspuren an Kabeln und Schläuchen deuten auf Marder-Besuch hin. Bei Elektroautos macht sich ein Marderschaden zudem durch eine Warnmeldung im Display bemerkbar, da die Isolationsüberwachung den Defekt am Hochvoltkabel erkennt.


Praktische Tipps für ARI-Fahrer: So schützen Sie Ihr Elektrofahrzeug


  • Garage nutzen: Der einfachste und effektivste Schutz ist ein geschlossener Abstellplatz. Wenn möglich, parken Sie Ihren ARI Bruni, ARI Poly oder ARI 458 Pro in einer Garage.

  • Elektronischen Marderschutz nachrüsten: Geräte mit Hochspannungs-Kontaktplatten und Ultraschall bieten den besten Schutz und sind für alle ARI-Modelle geeignet.

  • Fahrzeug regelmäßig kontrollieren: Gerade in den Frühjahrs- und Herbstmonaten lohnt sich ein Blick unter das Fahrzeug und in zugängliche Bereiche rund um Motor und Antrieb, um frühzeitig Spuren zu entdecken. Beim ARI 458 Pro mit Heckantrieb gilt das vor allem für den hinteren Bereich und den Unterboden.

  • Standort wechseln vermeiden: Marder markieren ihr Revier mit Duftspuren. Wechseln Sie häufig den Parkplatz, kann die Markierung eines Marders einen Rivalen an Ihrem neuen Standort provozieren.

  • Reinigung nach Marder-Kontakt: Wurde Ihr Fahrzeug bereits von einem Marder besucht, lassen Sie die betroffenen Bereiche professionell reinigen.

  • Versicherungsschutz prüfen: Stellen Sie sicher, dass Ihre Teilkasko auch Folgeschäden durch Marderbiss abdeckt.


Fazit: Vorsorge lohnt sich – gerade beim Elektroauto


Ob kompakter Stadtwagen ARI Bruni, fünftüriger ARI Poly oder vielseitiger E-Transporter ARI 458 Pro: Marderschutz ist bei Elektrofahrzeugen kein Luxus, sondern eine kluge Investition. Die Reparaturkosten nach einem Marderbiss an Hochvoltkabeln übersteigen die Kosten für ein gutes Abwehrsystem um ein Vielfaches. Wer frühzeitig vorsorgt, schützt nicht nur sein Fahrzeug, sondern spart langfristig Geld und Nerven.


ARI Motors bietet mit seinen günstigen Elektrofahrzeugen den Einstieg in die Elektromobilität zu besonders attraktiven Konditionen. Damit das auch so bleibt, gehört der Marderschutz einfach dazu – als kleiner, aber wichtiger Baustein für sorgenfreies elektrisches Fahren.


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