94 Prozent würden wieder elektrisch kaufen: Neue BDEW-Umfrage

7. September 2026

94 Prozent würden wieder elektrisch kaufen: Neue BDEW-Umfrage


Wer bereits ein Elektroauto fährt, entscheidet sich mit großer Wahrscheinlichkeit wieder für einen Stromer. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), über die Golem.de berichtet. 66 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage nach einem erneuten E-Auto-Kauf mit „ja, auf jeden Fall“, weitere 28 Prozent mit „eher ja“. Zusammen ergibt das eine Zustimmung von 94 Prozent.


Auch die Bereitschaft zur Weiterempfehlung ist hoch: 60 Prozent würden anderen den Kauf eines Elektroautos auf jeden Fall empfehlen, weitere 34 Prozent eher. Besonders aufschlussreich ist jedoch, wie sich typische Sorgen nach dem Umstieg verändern. Reichweite, Laden und Betriebskosten beschäftigen viele Menschen vor dem Kauf – werden im elektrischen Alltag aber nur selten zum großen Problem.


Reichweitenangst verliert nach dem Kauf an Bedeutung


Vor der Anschaffung war die Reichweite für 66 Prozent der Befragten ein wichtiges Thema. Nach dem Kauf bezeichneten nur noch drei Prozent sie als großes und neun Prozent als kleines Problem. Die Zahlen zeigen, wie stark sich die Wahrnehmung verändern kann, sobald nicht mehr theoretische Ausnahmefälle, sondern die tatsächlich gefahrenen Strecken im Mittelpunkt stehen.


Für die Fahrzeugwahl bleibt eine ehrliche Bedarfsanalyse entscheidend: Wie viele Kilometer fallen an einem normalen Tag an? Wo kann das Fahrzeug während längerer Standzeiten laden? Und wie oft werden wirklich außergewöhnlich lange Strecken gefahren? Wer den täglichen Bedarf kennt, kann Reichweite passend auswählen, statt unnötig viel Fahrzeug und Batterie zu bezahlen.


Laden zu Hause bereitet nur wenigen große Schwierigkeiten


Auch das Laden am eigenen Standort verliert nach dem Kauf deutlich an Schrecken. Vorher war es für 57 Prozent ein wichtiges Thema. Im Alltag sahen es anschließend nur zwei Prozent als großes und vier Prozent als kleines Problem. Ein fester Ladeablauf macht aus dem vermeintlichen Hindernis eine Routine: Das Fahrzeug lädt dann, wenn es ohnehin steht – beispielsweise über Nacht zu Hause oder während der Arbeitszeit auf dem Betriebshof.


Öffentliches Laden fällt in der Umfrage ebenfalls besser aus als von vielen erwartet. Unter den Befragten, die mindestens einen öffentlichen Ladepunkt nutzen, bewerteten 55 Prozent das Angebot als besser als erwartet. Für 36 Prozent entsprach es den Erwartungen, neun Prozent waren enttäuscht. Gleichzeitig gewinnen innerstädtische Schnellladehubs an Bedeutung, während der Anteil des Ladens zu Hause gegenüber dem Vorjahr etwas zurückging.


Betriebskosten überzeugen – der Wertverlust bleibt ein Thema


Bei den Betriebskosten zeigte sich ebenfalls eine deutliche Entspannung: Nach dem Kauf empfand nur ein Prozent sie als großes und sieben Prozent als kleines Problem. Für viele Halter werden die laufenden Ausgaben mit einem festen Stromtarif und einem bekannten Fahrprofil gut kalkulierbar. Hinzu kommt der technisch einfachere elektrische Antrieb, bei dem zahlreiche typische Wartungspositionen eines Verbrenners entfallen.


Mehr Aufmerksamkeit erhält dagegen der mögliche Wertverlust. Für 15 Prozent der Befragten ist er ein großes, für weitere 24 Prozent ein kleines Problem. Vor dem Kauf hatten insgesamt nur 18 Prozent dieses Thema als problematisch eingeschätzt. Für Interessierte bedeutet das: Neben Reichweite und Ladeoptionen sollten auch Haltedauer, Finanzierung, Garantiebedingungen und der konkrete Einsatzzweck in die Kaufentscheidung einfließen.


Das passende Elektrofahrzeug richtet sich nach der Aufgabe


Die hohe Bereitschaft zum erneuten E-Auto-Kauf ist ein starkes Signal, ersetzt aber keine individuelle Auswahl. Ein kompaktes Personenfahrzeug erfüllt andere Aufgaben als ein elektrischer Kleintransporter oder ein größeres Nutzfahrzeug. Entscheidend ist, dass Abmessungen, Ladevolumen, Nutzlast und Reichweite zum normalen Alltag passen.


Für private Wege, Pendelstrecken und Fahrten in der Stadt bietet sich beispielsweise der kompakte ARI Bruni an. Handwerksbetriebe, Hausmeisterdienste und kommunale Teams finden im ARI 458 Pro ein vielseitiges Nutzfahrzeug für Material und Werkzeug. Wenn mehr Ladevolumen und Transportleistung gefragt sind, erweitert der ARI 901 das Einsatzspektrum für Lieferverkehr, Gewerbe und kommunale Aufgaben.


Was Unternehmen und Kommunen daraus mitnehmen können


Gerade im gewerblichen Einsatz lassen sich viele Unsicherheiten vorab mit einem klar definierten Pilotprojekt ausräumen. Eine feste Route, ein geeignetes Fahrzeug und ein verlässlicher Ladepunkt liefern reale Verbrauchs- und Reichweitendaten. Auf dieser Grundlage können Unternehmen und Kommunen entscheiden, welche weiteren Fahrzeuge sich sinnvoll elektrifizieren lassen.


Statt den gesamten Fuhrpark auf einmal umzustellen, kann der Einstieg dort beginnen, wo die Bedingungen besonders gut passen: bei planbaren Tagesstrecken, häufigen Stopps und regelmäßigen Standzeiten. Genau in solchen Einsatzprofilen werden die Vorteile des elektrischen Antriebs schnell im Alltag sichtbar.


Fazit: Praktische Erfahrung nimmt viele Vorbehalte


Die BDEW-Umfrage zeigt vor allem eines: Viele Bedenken vor dem E-Auto-Kauf bestätigen sich im täglichen Betrieb nicht. 94 Prozent der befragten E-Auto-Fahrer stehen einem erneuten Kauf positiv gegenüber. Reichweite, Laden und Betriebskosten werden nach dem Umstieg deutlich seltener als Problem wahrgenommen. Gleichzeitig verdient der Wertverlust mehr Aufmerksamkeit bei der Planung.


Die Ergebnisse beziehen sich auf die befragten E-Auto-Besitzer. Laut Golem ist die Erhebung nach der Verteilung auf die Bundesländer, nicht jedoch insgesamt für die Bevölkerung repräsentativ. Die Zahlen sollten deshalb als Erfahrungsbild der Befragten und nicht als Aussage über alle Menschen in Deutschland gelesen werden.


Entdecken Sie das passende Elektrofahrzeug von ARI Motors für Ihren Alltag oder Betrieb.


Quelle: Golem.de: 94 Prozent befragter E-Auto-Fahrer wollen nicht zurück zum Verbrenner, veröffentlicht am 3. September 2026.