Günstige Lieferfahrzeuge im Vergleich: 11 Autos für Pizzadienst, Catering, Apotheke und Kurier

2. September 2026

Günstige Lieferfahrzeuge im Vergleich: 11 Autos für Pizzadienst, Catering, Apotheke und Kurier


Ein Pizzabote fährt selten weiter als zehn Kilometer am Stück. Eine Apotheke beliefert Stammkunden im Viertel. Ein Cateringbetrieb pendelt zwischen Küche und Veranstaltungsort, ein Kurierdienst zwischen Praxen, Kanzleien und Laboren derselben Stadt. Das Einsatzprofil ist in allen Fällen ähnlich: viele kurze Strecken, viele Starts und Stopps, eine planbare Tagesleistung und lange Standzeiten am Betriebshof.


Für dieses Profil braucht es in vielen Fällen kein Nutzfahrzeug, sondern schlicht ein günstiges, robustes Auto mit niedrigen Betriebskosten. Die folgende Übersicht stellt elf Modelle vor, sortiert nach ungefährem Einstiegspreis, vom Leichtfahrzeug über kompakte Elektroautos bis zu den Verbrenner-Kleinwagen, die in Lieferflotten seit Jahren zum Standard gehören. Im Anschluss geht es um die Frage, ab wann sich ein echter Transporter rechnet.


Ein Hinweis vorab zur Einordnung: Die Fahrzeuge gehören unterschiedlichen Zulassungsklassen an. Leichtfahrzeuge der Klasse L6e fahren maximal 45 km/h und dürfen in Deutschland bereits mit der Führerscheinklasse AM ab 15 Jahren bewegt werden. Fahrzeuge der Klasse L7e sind auf 15 kW Antriebsleistung begrenzt, erreichen je nach Auslegung bis zu 90 km/h und erfordern einen Führerschein der Klasse B beziehungsweise B1. Pkw der Klasse M1 unterliegen keiner solchen Begrenzung. Diese Unterscheidung erklärt einen Großteil der Preisunterschiede und ist bei jedem Modell vermerkt.


1. Citroën Ami, ab rund 8.000 Euro brutto


Der Ami ist ein Leichtfahrzeug der Klasse L6e und damit das kleinste Fahrzeug in dieser Übersicht. Laut Herstellerangaben liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 45 km/h und die Reichweite bei rund 75 Kilometern. Technisch weitgehend baugleiche Modelle vertreibt der Stellantis-Konzern auch unter anderen Markennamen.


Für gewerbliche Zwecke wurde eine Cargo-Ausführung angeboten, bei der der Beifahrerplatz einem Laderaum von rund 260 Litern weicht. Die Nutzlast liegt in dieser Variante bei etwa 140 Kilogramm. Das reicht für Briefe, Dokumente und kleine Warensendungen im dichten Innenstadtbereich, nicht aber für Getränkekisten, Werkzeug oder größere Bestellmengen. Zur aktuellen Verfügbarkeit der Cargo-Ausführung fragen Sie bitte beim Händler nach.


2. ARI Bruni, ab 9.990 Euro netto


Der ARI Bruni gehört zur Klasse L7e, erreicht aber 90 km/h und ist damit auch für Fahrten ins Umland uneingeschränkt geeignet. Bei 3,07 Metern Länge und 1,49 Metern Breite passt er in nahezu jede Parklücke. Der serienmäßige LiFePO4-Akku mit 17,3 kWh ermöglicht bis zu 215 Kilometer Reichweite, der kombinierte Verbrauch liegt bei 9,9 kWh auf 100 Kilometer und damit bei rund 3,00 Euro Energiekosten pro 100 Kilometer, gerechnet mit 30 Cent pro Kilowattstunde.


Für den gewerblichen Einsatz gibt es die Cargo-Ausführung mit robustem Holzboden, Verzurrösen und Trenngitter. Bei umgeklappter Rückbank stehen bis zu 1.180 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Damit deckt der Bruni genau den Bereich ab, in dem ein Leichtfahrzeug zu klein und ein Transporter zu groß ist: Apothekenbotendienste, Kurierfahrten mit Dokumenten und Kleinsendungen, Blumenlieferungen, mobile Pflegedienste.


Geladen wird an der handelsüblichen 230-Volt-Steckdose, die Ladeleistung beträgt lediglich 800 Watt. An der Haushaltssteckdose ist der Akku in etwa fünf bis sechs Stunden voll, an einer Wallbox in vier bis fünf Stunden, mit der optionalen Schnellladefunktion per CCS-Adapter in rund einer Stunde. Serienmäßig sind unter anderem Fahrer- und Beifahrerairbag, ABS, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung und eine Rückfahrkamera an Bord. Mit 21 Zentimetern Bodenfreiheit und 22 Prozent Steigfähigkeit sind auch steile Tiefgarageneinfahrten kein Problem.


Ein Punkt, der im gewerblichen Alltag oft den Ausschlag gibt: Ausgewählte Ausführungen stehen als Lagerfahrzeug bereit und sind damit sofort verfügbar. Statt mehrerer Monate Lieferzeit steht das Fahrzeug innerhalb weniger Tage vor der Tür oder kann direkt in Leipzig abgeholt werden. Wer einen kurzfristigen Ausfall überbrücken oder zur Saison aufstocken muss, kommt damit deutlich schneller ans Ziel als bei einer Neubestellung. Welche Fahrzeuge aktuell am Lager stehen, sehen Sie im ARI Motors Shop.


Der Einstiegspreis von 9.990 Euro netto entspricht 11.888,10 Euro brutto.


ARI Bruni ansehen


3. Dacia Sandero, ab 12.790 Euro brutto


Der Sandero gilt seit Jahren als einer der günstigsten vollwertigen Neuwagen auf dem deutschen Markt und ist in Lieferflotten entsprechend häufig anzutreffen. Mit rund 4,10 Metern Länge bietet er deutlich mehr Kofferraum als die meisten Kleinstwagen, die Technik ist einfach und in praktisch jeder Werkstatt bekannt. Der genannte Preis bezieht sich auf die Basisversion Essential, stärker motorisierte Ausführungen liegen darüber.


Für Betriebe, die Fahrzeuge im Schichtbetrieb bewegen und keine Lademöglichkeit am Betriebshof haben, bleibt das eine naheliegende Wahl. Die Kehrseite zeigt sich im Unterhalt, dazu weiter unten mehr.


4. MG3, ab rund 15.000 Euro brutto


Der MG3 wird als Vollhybrid angeboten und liegt damit im Verbrauch spürbar unter vergleichbaren reinen Benzinern, besonders im Stadtverkehr mit vielen Stopps. Für Lieferdienste, die täglich hohe Kilometerleistungen im Stop-and-go fahren und nicht elektrisch laden können, ist das ein wirtschaftlich interessanter Mittelweg.


5. Citroën C3, ab rund 16.300 Euro brutto


Ein Kleinwagen der Klasse M1 mit ordentlichem Platzangebot und einfacher Bedienung. In der Basisausstattung fehlen Komfortmerkmale, die im gewerblichen Dauereinsatz aber selten entscheidend sind. Wer das Fahrzeug auch für Personenfahrten nutzen will, bekommt hier ein solides Allroundpaket.


6. Fiat Panda, ab rund 16.500 Euro brutto


Der Panda ist ein Klassiker im gewerblichen Kurzstreckeneinsatz. Kompakte Maße, hohe Sitzposition, gute Übersicht und ein dichtes Werkstattnetz sprechen für ihn. Das Ladevolumen ist begrenzt, für Pizzadienste und Apothekenbotenfahrten reicht es in der Regel aus.


7. Dacia Spring, ab 16.900 Euro brutto


Der Spring ist ein vollwertiger Elektro-Pkw der Klasse M1 und zählt zu den günstigsten Elektroautos auf dem deutschen Markt. Laut Herstellerangaben liegt die Reichweite je nach Ausführung bei bis zu rund 225 Kilometern, der Verbrauch bei rund 12,4 bis 12,7 kWh auf 100 Kilometer.


Für Betriebe mit Lademöglichkeit ist er eine ernsthafte Alternative zum Verbrenner-Kleinwagen. Beachten Sie, dass die Verfügbarkeit der Basisversion zeitweise eingeschränkt sein kann und der Hersteller den Einstiegspreis zeitweise über Aktionsboni senkt, weshalb sich ein Blick in die aktuelle Preisliste lohnt.


8. Kia Picanto, ab rund 17.600 Euro brutto


Ein Kleinstwagen mit Verbrennungsmotor, der sich durch geringe Außenmaße und einen kleinen Wendekreis für den innerstädtischen Einsatz eignet. Optional ist ein Automatikgetriebe erhältlich, was bei Fahrerwechseln in Lieferflotten die Einarbeitung erleichtert.


9. Leapmotor T03, ab rund 18.900 Euro brutto


Ein kompakter Elektro-Kleinwagen der Klasse M1, laut Herstellerangaben mit rund 265 Kilometern Reichweite nach WLTP und 100 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Verbrauch liegt bei unter 10 kWh auf 100 Kilometer, was ihn im Betrieb sehr günstig macht. Vertrieben wird das Modell über das europäische Stellantis-Netz.


10. Citroën ë-C3, ab rund 19.990 Euro brutto


Der ë-C3 ist ein in Europa gefertigter Elektro-Kleinwagen mit vergleichsweise hoher Reichweite. Laut Herstellerangaben sind in der Basisversion rund 320 Kilometer nach WLTP möglich. Für Kurierdienste mit gemischtem Stadt- und Überlandprofil ist das eine praxistaugliche Kombination, sofern das Ladevolumen ausreicht. Schnellladen ist je nach Ausstattungslinie nicht serienmäßig enthalten.


11. Renault Twingo E-Tech, ab rund 20.000 Euro brutto


Der neu aufgelegte Twingo ist ein Elektro-Kleinwagen mit kleinem Wendekreis und verschiebbaren Rücksitzen, was die Nutzung des Laderaums flexibler macht. Laut Herstellerangaben liegt die Reichweite bei rund 262 Kilometern, geladen wird mit bis zu 50 kW. Für Betriebe, denen Wendigkeit und variable Zuladung wichtiger sind als maximale Reichweite, ist das ein passender Zuschnitt.


Übersicht: die Autos im Vergleich


ModellKlasseEinstiegspreis (ca.)AntriebBesonderheit für Lieferdienste
Citroën AmiL6e8.000 € bruttoelektrischab 15 Jahren mit Klasse AM fahrbar
ARI BruniL7e9.990 € netto / 11.888,10 € bruttoelektrischbis 1.180 l Ladevolumen, 90 km/h, teils ab Lager
Dacia SanderoM112.790 € bruttoVerbrennergroßer Kofferraum, dichtes Werkstattnetz
MG3M115.000 € bruttoVollhybridsparsam im Stop-and-go
Citroën C3M116.300 € bruttoVerbrennersolides Platzangebot
Fiat PandaM116.500 € bruttoVerbrennerKlassiker im Kurzstreckeneinsatz
Dacia SpringM116.900 € bruttoelektrischgünstigster Elektro-Pkw im Vergleichsfeld
Kia PicantoM117.600 € bruttoVerbrennerkleiner Wendekreis, Automatik optional
Leapmotor T03M118.900 € bruttoelektrischsehr niedriger Verbrauch
Citroën ë-C3M119.990 € bruttoelektrischhohe Reichweite im Einstiegssegment
Renault Twingo E-TechM120.000 € bruttoelektrischverschiebbare Rücksitze, kleiner Wendekreis

Preise gerundet, jeweils Basisversion, zuzüglich Überführungskosten. Angaben zu Fahrzeugen anderer Hersteller nach öffentlich zugänglichen Herstellerangaben. Maßgeblich sind die aktuellen Angaben des jeweiligen Anbieters.


Wenn es ein echter Transporter sein muss


Alle bisher genannten Fahrzeuge sind Autos. Sie transportieren, was in einen Kofferraum passt. Sobald Kisten gestapelt, Paletten bewegt, gekühlte Ware ausgefahren oder Aufbauten montiert werden sollen, ist die Grenze erreicht. Drei Signale sprechen dafür, dass ein Kleinwagen nicht mehr genügt: Die Ladung muss regelmäßig übereinandergestapelt werden, es kommt Kühltechnik ins Spiel, oder die Nutzlast überschreitet dauerhaft rund 400 Kilogramm.


ARI 458 Pro, ab 15.790 Euro netto


Der ARI 458 Pro ist ein Elektro-Kleintransporter der Klasse L7e und damit die naheliegende Antwort für Betriebe, die aus dem Kleinwagen herausgewachsen sind, aber keinen 3,5-Tonner brauchen. Bei 3,82 Metern Länge, 1,49 Metern Breite und 1,92 Metern Höhe bleibt er im Stadtverkehr so handlich wie ein Kleinwagen, trägt aber bis zu 850 Kilogramm Nutzlast. Der Kofferaufbau bietet in der Standardversion 2,40 Meter Ladelänge, 1,42 Meter Breite und 1,19 Meter Höhe, also 3,47 Kubikmeter Ladevolumen. Zwei Europaletten passen hinein und lassen sich dank der Heck-Flügeltüren mit dem Gabelstapler verladen.


Bei der Reichweite stehen zwei LiFePO4-Akkus zur Wahl. Die 15-kWh-Variante schafft je nach Einsatzprofil 120 bis 180 Kilometer, die 23,5-kWh-Ausführung 180 bis 230 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 71 km/h, der Verbrauch 13,2 kWh auf 100 Kilometer und damit rund 3,96 Euro Energiekosten pro 100 Kilometer. Geladen wird in etwa vier bis fünf Stunden an der 230-Volt-Steckdose, alternativ an Wallbox oder öffentlicher AC-Säule mit Typ-2-Anschluss und maximal 3,3 kW. Der Wendekreis von 9,62 Metern und die serienmäßige Rückfahrkamera mit Touchscreen erleichtern das Rangieren in Hinterhöfen und an Laderampen.


Für Liefer- und Cateringbetriebe sind drei Punkte entscheidend. Erstens die Aufbauvielfalt: Koffer, Kipper, Pritsche, Planenaufbau, Kühlkoffer, Foodtruck, Müllsammel- und Verkaufsfahrzeug stehen zur Auswahl. Zweitens die Kühlvariante, die sowohl Plus- als auch Tiefkühlung abdeckt und damit Frischeprodukte ebenso transportiert wie Tiefkühlware, was für Apotheken, Metzgereien, Bäckereien und Caterer den Ausschlag gibt. Drittens die optionale Vehicle-to-Load-Funktion, mit der das Fahrzeug externe Geräte mit 230 Volt versorgt, erhältlich mit 1.000, 2.000 oder 3.000 Watt. Auf Veranstaltungen ohne Stromanschluss ersetzt das in vielen Fällen einen Generator.


Der Einstiegspreis von 15.790 Euro netto entspricht 18.790,10 Euro brutto und liegt damit auf dem Niveau eines gut ausgestatteten Kleinwagens, bei einem Vielfachen an Nutzlast.


ARI 458 Pro ansehen


Weitere Anbieter kompakter Transporter


Der französische Hersteller Goupil ist seit 1996 in diesem Segment aktiv und bietet mit dem G2 ein besonders schmales Modell sowie mit dem G4 ein Fahrzeug mit laut Herstellerangaben über 1.200 Kilogramm Zuladung an. Der Bochumer Hersteller Sevic bietet mit dem V500e ein L7e-Fahrzeug mit wechselbaren Aufbauten und laut Herstellerangaben bis zu 300 Kilometern Reichweite an. Der belgische Hersteller Addax fertigt drei Baureihen mit unterschiedlichen Fahrgestelllängen und Nutzlasten. Aixam bietet mit dem Pro e-Truck ein sehr kompaktes L6e-Fahrzeug mit laut Herstellerangaben 327 Kilogramm Zuladung an.


Reichen auch diese Fahrzeuge nicht aus, führt der Weg zu vollwertigen Kastenwagen der Klasse N1, etwa dem Renault Kangoo E-Tech, den Stellantis-Kompaktvans oder dem Maxus eDeliver 3. Die Anschaffungskosten liegen dort allerdings deutlich höher, häufig beim Zwei- bis Dreifachen der hier genannten Leichttransporter.


Verbrenner oder elektrisch? Die Rechnung für den Nahbereich


Beim Kaufpreis liegen Verbrenner-Kleinwagen weiterhin vorn. Ein Dacia Sandero ist in der Anschaffung günstiger als jedes vergleichbare Elektroauto der M1-Klasse. Im Nahbereich ist der Kaufpreis allerdings der am wenigsten aussagekräftige Maßstab, weil die Fahrzeuge über die Haltedauer sehr hohe Kilometerleistungen bei sehr ungünstigem Fahrprofil ansammeln.


Bei den Energiekosten liegen die elektrischen Modelle dieser Übersicht zwischen etwa 3,00 und 4,80 Euro auf 100 Kilometer, gerechnet mit 30 Cent pro Kilowattstunde. Ein Benziner-Kleinwagen im reinen Kurzstreckenbetrieb verbraucht real deutlich mehr als im Normzyklus, weil der Motor selten warm wird. Bei sechs bis sieben Litern und einem Kraftstoffpreis um 1,75 Euro liegen die Kosten bei etwa 10 bis 12 Euro auf 100 Kilometer. Bei 25.000 Kilometern im Jahr ergibt das eine Differenz im mittleren vierstelligen Bereich.


Hinzu kommen drei weitere Posten. Reine Elektrofahrzeuge sind nach aktueller Rechtslage bis 2035 von der Kfz-Steuer befreit. Halter können jährlich die THG-Quote beantragen, was pro Fahrzeug eine zusätzliche Einnahme erzeugt. Und gewerbliche Käufer können die Sonderabschreibung von 75 Prozent im Anschaffungsjahr nutzen, die nach aktueller Rechtslage bis Ende 2027 gilt. Die Anwendung im Einzelfall klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung.


Gegen den Elektroantrieb spricht im gewerblichen Alltag vor allem eines: Wer keine Lademöglichkeit am Betriebshof hat oder Fahrzeuge im Zwei- bis Dreischichtbetrieb bewegt, kommt mit den Ladezeiten nicht zurecht. In diesem Fall bleibt der Verbrenner-Kleinwagen die praktikablere Lösung. Wer dagegen abends abstellt und morgens startet, hat mit einem Elektrofahrzeug im Nahbereich die günstigere Rechnung.


Privatpersonen können beim Kauf eines geförderten reinen Elektroautos zusätzlich einen staatlichen Zuschuss von bis zu 6.000 Euro erhalten, wobei sich die Förderhöhe nach Einkommen und Kinderzahl richtet und die Basisförderung 3.000 Euro beträgt. Voraussetzung ist eine Zulassung als M1-Fahrzeug. Beim ARI Bruni ist eine entsprechende Umschreibung möglich, Details dazu finden Sie in unserem Beitrag zur M1-Umschreibung und in der Übersicht zur E-Auto-Förderung 2026. Ob und in welcher Form andere Modelle förderfähig sind, erfragen Sie bitte beim jeweiligen Anbieter.


Empfehlung nach Branche


Pizzalieferdienst und Gastronomie: Kurze Wege, kleine Sendungen, viele Stopps, häufig junge Aushilfen. Ein L6e-Fahrzeug reicht bei kleinen Bestellmengen und senkt die Hürde bei der Personalplanung, weil bereits die Führerscheinklasse AM genügt. Sobald mehrere Bestellungen gleichzeitig ausgefahren werden, ist ein Auto mit größerem Laderaum die stabilere Wahl.


Catering: Hier zählen Ladevolumen und Kühlung. Ein Kleinwagen stößt schnell an Grenzen, ein Kofferaufbau mit Kühlanlage deckt dagegen die meisten Fälle ab. Wer auf Veranstaltungen ohne Stromanschluss arbeitet, sollte zusätzlich auf eine Vehicle-to-Load-Option achten.


Apotheke und Pflegedienst: Kleine Sendungen, hohe Frequenz, teilweise temperaturgeführt. Ein wettergeschütztes Fahrzeug im Pkw-Format ist meist die praktischste Lösung, weil es auch für Personenfahrten nutzbar bleibt. Erst wenn regelmäßig gekühlt ausgeliefert wird, lohnt der Schritt zum Transporter.


Kurierdienst: Entscheidend ist die tatsächliche Tagesreichweite und ob Überlandstrecken dazugehören. Für rein städtische Touren genügt ein Leichtfahrzeug oder ein kompakter Stromer, für regelmäßige Autobahnfahrten führt kein Weg an einem Pkw oder Kastenwagen vorbei.


Häufig gestellte Fragen


Wie viel Reichweite braucht ein Lieferfahrzeug wirklich?


Erfassen Sie Ihre tatsächliche Tagesfahrleistung über zwei Wochen. Viele Liefer- und Kurierdienste im städtischen Umfeld liegen zwischen 40 und 90 Kilometern am Tag. Damit reichen die Standardakkus fast aller genannten Elektromodelle, ein Nachladen über Nacht genügt.


Brauche ich eine Wallbox?


Bei den Leichtfahrzeugen in dieser Übersicht nicht, sie laden an einer handelsüblichen 230-Volt-Haushaltssteckdose. Bei Elektro-Pkw mit größeren Akkus ist eine Wallbox in der Regel sinnvoll, weil sonst die Ladezeiten zu lang werden.


Wie schnell bekomme ich ein Fahrzeug?


Das ist von Modell zu Modell sehr unterschiedlich und im Lieferbetrieb ein oft unterschätzter Faktor. Bei Neubestellungen sind je nach Hersteller und Konfiguration mehrere Monate Wartezeit üblich. Lagerfahrzeuge stehen dagegen bereits konfiguriert bereit und werden innerhalb weniger Tage ausgeliefert. Fragen Sie beim jeweiligen Anbieter gezielt nach verfügbaren Lagerfahrzeugen, wenn es schnell gehen muss.


Ab welchem Alter darf gefahren werden?


Fahrzeuge der Klasse L6e dürfen in Deutschland mit der Führerscheinklasse AM ab 15 Jahren gefahren werden. Für L7e- und M1-Fahrzeuge ist ein Führerschein der Klasse B beziehungsweise B1 erforderlich.


Wann lohnt der Wechsel vom Auto zum Transporter?


Sobald die Ladung regelmäßig gestapelt werden muss, Kühltechnik ins Spiel kommt oder die Nutzlast dauerhaft über rund 400 Kilogramm liegt. Ein kompakter Elektrotransporter kostet nicht wesentlich mehr als ein gut ausgestatteter Kleinwagen, trägt aber ein Vielfaches.


Ist ein gebrauchtes Fahrzeug die günstigere Lösung?


Häufig ja, allerdings ohne Garantie und ohne die Möglichkeit, den Aufbau auf den eigenen Einsatzzweck zuzuschneiden. Bei Kühlfahrzeugen und Spezialaufbauten ist der Gebrauchtmarkt zudem sehr dünn.


Fahrzeug vorab testen


Unabhängig von der Marke gilt: Ein Lieferfahrzeug sollte im eigenen Betriebsablauf getestet werden, bevor die Entscheidung fällt. Erst über mehrere Tage zeigt sich, ob Ladevolumen, Ladekantenhöhe und Reichweite zum tatsächlichen Tourenplan passen.


ARI Motors bietet dafür eine kostenlose einstündige Probefahrt inklusive Einweisung an einem Ort Ihrer Wahl sowie eine fünftägige Testphase gegen eine Gebühr von 349 Euro, die beim Kauf verrechnet wird. Das Fahrzeug wird jeweils gebracht und abgeholt.


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Stand: 02.09.2026. Die Angaben zu Fahrzeugen anderer Hersteller beruhen auf öffentlich zugänglichen Herstellerangaben zum genannten Stand und dienen ausschließlich der Orientierung. Genannt sind jeweils die Basisversionen. Technische Daten, Ausstattungen, Preise und Verfügbarkeiten können je nach Ausführung, Konfiguration, Aktion und Marktregion abweichen und sich jederzeit ändern. Maßgeblich sind ausschließlich die jeweils aktuellen Angaben des jeweiligen Herstellers oder Händlers. Alle genannten Marken- und Produktnamen sind Kennzeichen der jeweiligen Rechteinhaber und werden hier ausschließlich zur Beschreibung der jeweiligen Fahrzeuge verwendet. Angaben ohne Gewähr, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.


Preise für ARI Motors Fahrzeuge verstehen sich, sofern nicht anders angegeben, als Nettopreise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer sowie zuzüglich Überführungskosten. Die genannten Bruttopreise enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer. Angaben zu Lagerfahrzeugen gelten nur, solange der Vorrat reicht.