Chinesische Automarken im deutschen Kfz-Handel: Skepsis weicht wachsendem Interesse

4. Juni 2026

Chinesische Automarken im deutschen Kfz-Handel: Skepsis weicht wachsendem Interesse


Chinesische Automarken galten im deutschen Kfz-Handel lange als Randerscheinung. Zu groß waren die Vorbehalte gegenüber Qualität, Ersatzteilverfügbarkeit und der langfristigen Marktpräsenz der neuen Wettbewerber aus Fernost. Doch diese Einstellung verändert sich spürbar – das belegen aktuelle Zahlen aus der Branche.


Branchenindex zeigt: Die Offenheit wächst deutlich


Laut der aktuellen Branchenindex-Befragung (BIX) des Fachmagazins kfz-betrieb, durchgeführt gemeinsam mit TÜV Rheinland und BBE Automotive, können sich rund 51 Prozent der befragten Vertragshändler und 52 Prozent der freien Werkstätten eine Partnerschaft mit chinesischen Fabrikaten derzeit noch nicht vorstellen. Für die Erhebung wurden jeweils 100 Vertragspartner und 100 freie Werkstätten telefonisch befragt.


Auf den ersten Blick überwiegt also die Zurückhaltung. Doch der Blick auf die Entwicklung zeigt eine klare Richtung: 29 Prozent der markengebundenen Autohäuser können sich mittlerweile eine grundsätzliche Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern vorstellen – vor einem Jahr waren es noch 27 Prozent. Noch deutlicher fällt der Anstieg bei den freien Servicebetrieben aus: Hier kletterte die Zustimmung von 22 Prozent auf aktuell 36 Prozent.


Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung bei den bereits geschlossenen Verträgen. 12 Prozent der Markenautohäuser und 3 Prozent der Servicebetriebe haben inzwischen einen Vertrag mit einer chinesischen Marke unterzeichnet. Im Vorjahr lagen diese Werte noch bei lediglich 2 Prozent beziehungsweise 1 Prozent – ein Sprung, der die zunehmende Dynamik im Markt eindrucksvoll unterstreicht.


Drei von vier Betrieben glauben an langfristige Etablierung


Ein zentrales Ergebnis der BIX-Befragung verdient besondere Aufmerksamkeit: 75 Prozent der Autohäuser und 74 Prozent der freien Werkstätten erwarten, dass sich chinesische Fabrikate langfristig auf dem deutschen Markt etablieren werden. Die Branche rechnet also mehrheitlich damit, dass chinesische Hersteller gekommen sind, um zu bleiben.


Die mit Abstand größten Chancen räumen die Befragten dabei BYD ein. Aber auch MG und Leapmotor trauen verhältnismäßig viele Teilnehmer ein langfristig erfolgreiches Geschäft in Deutschland zu. Alle drei Marken erreichen höhere Zustimmungswerte als noch vor einem Jahr. Anders sieht es bei Nio aus: Während 2025 noch 17 Prozent der Befragten an eine erfolgreiche Etablierung glaubten, sank dieser Wert in der aktuellen Studie auf nur noch 6 Prozent.


Marktanteile steigen rasant


Die Einschätzung der Kfz-Betriebe deckt sich mit den harten Marktzahlen. Laut Kraftfahrt-Bundesamt entfielen im ersten Quartal 2026 bereits rund 3,1 Prozent aller Neuzulassungen in Deutschland auf chinesische Marken. Im Gesamtjahr 2025 lag der Anteil noch bei 2,4 Prozent, 2024 bei lediglich 1,7 Prozent. BYD und MG führen diese Entwicklung an und vereinen zusammen mehr als die Hälfte der chinesischen Neuzulassungen auf sich.


Dieser Wachstumskurs ist kein kurzfristiges Phänomen. Chinesische Hersteller investieren massiv in den Aufbau europäischer Händler- und Servicenetze, in lokale Produktionsstätten und in die Weiterentwicklung ihrer Fahrzeuge für die Anforderungen europäischer Kunden.


Verbraucher werden offener – doch Vertrauen muss erst wachsen


Auch auf Kundenseite zeigt sich ein differenziertes Bild. Der DAT Report 2026 belegt, dass 29 Prozent aller Pkw-Halter den Kauf eines chinesischen Fahrzeugs grundsätzlich in Betracht ziehen würden. Bei der jüngeren Generation Z steigt dieser Wert sogar auf 35 Prozent. Gleichzeitig haben bislang nur rund 12 Prozent der Pkw-Halter tatsächlich erste Erfahrungen mit chinesischen Marken gesammelt, etwa durch Probefahrten oder Mietfahrzeuge.


Die Kluft zwischen Wahrnehmung und tatsächlicher Kaufbereitschaft zeigt: Es fehlt nicht an Aufmerksamkeit, sondern an konkretem Vertrauen. Genau hier liegt die zentrale Aufgabe für Händler und Servicepartner – und zugleich eine enorme Chance für Betriebe, die sich frühzeitig positionieren.


Warum der Zeitpunkt für Kfz-Betriebe jetzt günstig ist


Für Autohäuser und Werkstätten, die über neue Markenpartnerschaften nachdenken, spricht vieles dafür, sich jetzt ernsthaft mit chinesischen Fabrikaten auseinanderzusetzen.


Die Nachfrage nach bezahlbarer Elektromobilität wächst stetig. Chinesische Hersteller bieten hier oft ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als etablierte europäische Marken, insbesondere im Segment der kleinen und mittleren Elektrofahrzeuge. Gleichzeitig sorgen die seit 2024 geltenden EU-Zusatzzölle auf E-Autos aus China dafür, dass Hersteller verstärkt lokale Produktionskapazitäten aufbauen – was die Ersatzteilverfügbarkeit und den Servicekomfort für europäische Händler verbessert.


Wer als Kfz-Betrieb heute eine Partnerschaft mit einem chinesischen Hersteller eingeht, profitiert außerdem davon, dass der Wettbewerb unter den Händlern in diesem Segment noch vergleichsweise gering ist. Früheinsteiger können sich regionale Alleinstellungsmerkmale sichern und eine loyale Kundenbasis aufbauen, bevor der Markt enger wird.


ARI Motors: Ein Pionier der deutsch-chinesischen Elektromobilität


ARI Motors ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine kluge Verbindung chinesischer Fahrzeugtechnologie mit europäischem Know-how funktionieren kann. Das Unternehmen mit Sitz in Borna bei Leipzig arbeitet gezielt mit renommierten chinesischen Herstellern zusammen und veredelt deren Fahrzeugplattformen für den europäischen Markt.


So stammt der beliebte Elektro-Kleintransporter ARI 458 Pro vom chinesischen Hersteller Hudson, der auch die Basis für die größeren Modelle ARI 901 XL und ARI 1710 liefert. Hudson hat sich auf leichte Elektro-Nutzfahrzeuge spezialisiert und bringt umfangreiche Erfahrung im Bau robuster, alltagstauglicher Transporter mit. Im ARI-Programm werden diese Plattformen mit über 30 individuellen Aufbauvarianten – von der Pritsche über den Kipper bis hin zum Kühlfahrzeug – zu maßgeschneiderten Lösungen für Handwerk, Handel und Kommunen.


Auf der Pkw-Seite setzt ARI Motors auf die Zusammenarbeit mit dem Hersteller Wuling, der aus dem Joint Venture von General Motors und SAIC Motor hervorgegangen ist. Der ARI Bruni basiert auf dem legendären Wuling Hongguang Mini EV – mit über 1,4 Millionen verkauften Einheiten eines der erfolgreichsten Elektrofahrzeuge weltweit. Als kompakter Viersitzer wurde der Bruni gezielt für den europäischen Markt angepasst und eignet sich ideal für den urbanen Einsatz und gewerbliche Kurzstrecken. Der neueste Zuwachs, der fünftürige ARI Poly, basiert auf dem Wuling Binguo und erweitert das Portfolio um einen vollwertigen Elektro-Kleinwagen der Klasse M1 – ab knapp 19.000 Euro brutto.


Diese Partnerschaften mit Hudson und Wuling zeigen, dass die Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern nicht bedeutet, Kompromisse bei Qualität oder Kundenservice eingehen zu müssen. Im Gegenteil: Durch die Kombination erprobter Großserientechnik aus China mit europäischen Qualitätsstandards, individuellen Aufbauten und einem deutschsprachigen Service entsteht ein Angebot, das sowohl preissensible als auch qualitätsbewusste Kunden überzeugt.


Was der Trend für den deutschen Kfz-Handel bedeutet


Die wachsende Offenheit gegenüber chinesischen Automarken markiert einen Wendepunkt für den deutschen Kfz-Handel. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Zahl der Vertragsabschlüsse zwischen deutschen Kfz-Betrieben und chinesischen Marken hat sich innerhalb eines Jahres vervielfacht. Drei Viertel der Branche rechnen mit einer langfristigen Etablierung. Und die Neuzulassungszahlen wachsen Quartal für Quartal.


Betriebe, die sich dem Thema verschließen, riskieren, Marktanteile an innovativere Wettbewerber zu verlieren. Die Erfahrung lehrt: Japanische und koreanische Marken galten bei ihrem Eintritt in den europäischen Markt ebenfalls als Exoten – und gehören heute zum festen Bestandteil jedes Händlerportfolios. Chinesische Hersteller befinden sich am Beginn einer ähnlichen Entwicklung, angetrieben von technologischer Stärke im Bereich Elektromobilität und wettbewerbsfähigen Preisstrukturen.


Jetzt ARI Motors Händlerpartner werden


Der Markt bewegt sich – und ARI Motors bietet Kfz-Betrieben die Möglichkeit, von Anfang an dabei zu sein. Als einer der erfahrensten Anbieter chinesischer Elektrofahrzeuge in Deutschland verfügt ARI Motors über ein eingespieltes Vertriebsmodell, bewährte Herstellerpartnerschaften mit Hudson und Wuling sowie eine stetig wachsende Modellpalette vom Lastenmoped bis zum vollwertigen Pkw.


Für Händler bedeutet das: ein überschaubares Investment, attraktive Margen, eine wachsende Kundennachfrage – und ein Partner, der den deutschen Markt und seine Anforderungen seit 2017 aus erster Hand kennt. Ob als Vertragspartner, Kooperationsbetrieb oder regionale Servicewerkstatt: ARI Motors bietet flexible Partnerschaftsmodelle, die sich an die Gegebenheiten Ihres Betriebs anpassen.


Werden Sie Teil der Elektromobilitäts-Wende – bevor es Ihre Mitbewerber tun. Kontaktieren Sie ARI Motors und erfahren Sie, welche Möglichkeiten eine Händlerpartnerschaft für Ihr Unternehmen bietet.