Apotheken-Botendienst mit dem Elektroauto: Welches Fahrzeug sich rechnet

24. September 2026

Apotheken-Botendienst mit dem Elektroauto: Welches Fahrzeug sich rechnet


Für viele Vor-Ort-Apotheken ist der Botendienst längst ein fester Bestandteil der Versorgung. Ältere Stammkundinnen und Stammkunden, Menschen nach einem Klinikaufenthalt oder Patienten in Dörfern ohne eigene Apotheke sind auf die Lieferung angewiesen. Wirtschaftlich ist der Botendienst dagegen oft ein Zuschussgeschäft. Die Krankenkassen zahlen eine feste Botendienstvergütung, und jeder Euro, den das Lieferfahrzeug kostet, geht direkt von diesem Betrag ab. Die Wahl des richtigen Fahrzeugs entscheidet deshalb spürbar darüber, ob sich der Botendienst trägt.


In diesem Beitrag erfahren Sie, was die Botendienstvergütung genau abdeckt, welche Anforderungen ein Botendienstfahrzeug erfüllen sollte und wie sich der ARI Bruni und der ARI Poly in einer Beispielrechnung für eine Stadtapotheke und eine Landapotheke schlagen.


Botendienstvergütung: Was Apotheken abrechnen können


Seit dem 1. Januar 2021 ist der Botendienstzuschlag über das Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz dauerhaft im Sozialgesetzbuch V verankert. Apotheken können bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel im Wege des Botendienstes je Lieferort und Tag einen Zuschlag von 2,50 Euro zuzüglich Umsatzsteuer abrechnen. Auf dem Rezept erscheinen damit 2,98 Euro, abgerechnet über die Sonder-PZN 06461110.


Entscheidend für die Kalkulation sind die Einschränkungen. Der Zuschlag gilt nur für Rx-Arzneimittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung. Für OTC-Präparate, Hilfsmittel, Medizinprodukte und Sprechstundenbedarf fällt er nicht an, ebenso wenig bei Privatrezepten. Die Belieferung von Pflegeheimen im Rahmen eines Heimversorgungsvertrags ist ebenfalls ausgenommen. Werden mehrere Personen unter derselben Adresse beliefert, darf der Zuschlag nur einmal abgerechnet werden.


In der Praxis bedeutet das: Eine Tour mit 25 Stopps bringt nicht automatisch 25 abrechenbare Zuschläge. Je nachdem, wie hoch der Anteil an OTC-Lieferungen oder Mehrfachbelieferungen ist, liegt die tatsächliche Vergütung darunter. Für eine realistische Kalkulation sollten Sie deshalb immer mit den abrechenbaren Lieferorten rechnen, nicht mit der Zahl der angefahrenen Adressen.


Warum der Botendienst selten kostendeckend ist


Die größte Kostenposition im Botendienst ist nicht das Fahrzeug, sondern die Arbeitszeit. Der Botendienst muss durch Personal der Apotheke erfolgen, damit er unter der Aufsicht der Apothekenleitung bleibt. Wer regelmäßig einen externen Logistikdienstleister beauftragt, bewegt sich rechtlich im Versandhandel und benötigt dafür eine gesonderte Erlaubnis. Beim gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde kostet eine vierstündige Tour allein an Bruttolohn 55,60 Euro, hinzu kommen die Arbeitgeberanteile.


Diese Personalkosten lassen sich kaum senken, ohne die Versorgung zu verschlechtern. Beim Fahrzeug sieht das anders aus. Anschaffung, Energie und Wartung variieren je nach Modell erheblich, und genau hier liegt der Hebel, mit dem Apotheken ihren Botendienst wirtschaftlicher aufstellen können.


Welche Anforderungen ein Botendienstfahrzeug erfüllen sollte


Ein Fahrzeug für den Apotheken-Botendienst fährt viele kurze Etappen, hält oft in zweiter Reihe oder in engen Wohnstraßen und steht nachts auf dem Hof oder in der Garage der Apotheke. Daraus ergeben sich einige klare Anforderungen.


Das Fahrzeug sollte kompakt und wendig sein, weil Parkplatzsuche bei 20 oder mehr Stopps schnell zur Zeitfalle wird. Die Energiekosten pro Kilometer sollten niedrig sein, denn bei vielen Kurzstrecken summieren sich gerade beim Verbrenner Kaltstarts und Stop-and-go. Der Laderaum muss verschließbar und witterungsgeschützt sein, damit Arzneimittel sauber und diskret transportiert werden. Für kühlpflichtige Präparate sollte zudem Platz für eine geeignete Kühlbox vorhanden sein. Und schließlich muss die Reichweite zur längsten Tour passen, und zwar auch im Winter, wenn Heizung und niedrige Temperaturen den Verbrauch erhöhen.


Ein Elektroauto erfüllt diese Anforderungen besonders gut, weil die Touren planbar sind. Das Fahrzeug kehrt jeden Tag zur Apotheke zurück und kann über Nacht an einer Wallbox oder Steckdose geladen werden. Öffentliche Ladeinfrastruktur wird im Alltag kaum benötigt.


ARI Bruni: der sparsame Kleinstwagen für kurze Wege


Der ARI Bruni ist mit 3,07 Metern Länge und 1,49 Metern Breite das kompakteste geschlossene Elektroauto von ARI Motors. Ein 15-kW-Motor bringt ihn auf bis zu 90 km/h, womit er auch Ortsverbindungen und kurze Überlandstrecken zügig bewältigt. Der 17,3-kWh-LiFePO4-Akku ermöglicht eine Reichweite von bis zu 215 Kilometern nach WLTP bei einem kombinierten Verbrauch von 9,9 kWh auf 100 Kilometer. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde entspricht das rund 3 Euro auf 100 Kilometer.


Für den Botendienst ist vor allem die Variante Bruni Cargo interessant. Sie ist als Zweisitzer ausgelegt, der Fond wird zum Laderaum. Auch die viersitzigen Varianten bieten bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.180 Liter Ladevolumen, was für Arzneimittelkörbe, Transportboxen und eine Kühlbox problemlos ausreicht. Geladen wird an einer Wallbox in etwa 4,5 Stunden, per Schnellladung dauert es rund 35 Minuten von 30 auf 80 Prozent. Einen Überblick über alle Ausstattungen finden Sie in unserem Vergleich der ARI Bruni Modellvarianten.


Der Einstiegspreis liegt bei 9.999 Euro netto für den ARI Bruni Pure. Damit ist der Bruni eines der günstigsten Elektroautos mit Straßenzulassung und 90 km/h Höchstgeschwindigkeit auf dem deutschen Markt.


ARI Poly: mehr Reichweite und Platz für längere Touren


Der ARI Poly ist der erste Fünftürer von ARI Motors und als Pkw der Klasse M1 zugelassen. Mit 3,95 Metern Länge und 1,71 Metern Breite bewegt er sich auf dem Niveau klassischer Kleinwagen, bleibt aber parkfreundlich. Das Ladevolumen reicht von 462 bis zu 1.357 Litern. Die fünf Türen erleichtern im Botendienst das Be- und Entladen, weil Sie von der Seite an die Rückbank und von hinten an den Kofferraum kommen.


Der wichtigste Unterschied zum Bruni liegt in der Akkuwahl. Serienmäßig ist ein 17,3-kWh-Akku mit bis zu 203 Kilometern Reichweite verbaut. Optional stehen 31,9 kWh mit bis zu 333 Kilometern und 37,9 kWh mit bis zu 410 Kilometern zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h, mit dem größeren Akku und dem 50-kW-Motor bei 130 km/h. Der kombinierte Verbrauch wird mit 12,1 kWh auf 100 Kilometer angegeben.


Der ARI Poly Pure startet bei 15.990 Euro netto, der Poly Style mit mittlerem Akku bei 18.990 Euro netto.


Beispielrechnung: Was vom Botendienstzuschlag übrig bleibt


Die folgende Rechnung vergleicht Anschaffung und Energiekosten beider Fahrzeuge mit der Botendienstvergütung. Personalkosten, Versicherung und Wartung sind bewusst nicht enthalten, weil sie je nach Apotheke stark schwanken. Die Anschaffung wird für den Vergleich vereinfacht gleichmäßig auf fünf Jahre verteilt. Wie die 75-Prozent-Sonderabschreibung die Anschaffung steuerlich zusätzlich entlastet, zeigen wir im Abschnitt danach. Gerechnet wird mit 250 Liefertagen pro Jahr, 30 Cent pro Kilowattstunde und Nettopreisen.


Szenario 1: Stadtapotheke


Die Apotheke beliefert täglich 15 abrechenbare Lieferorte auf einer Tour von 35 Kilometern. Das ergibt eine Botendienstvergütung von 37,50 Euro pro Tag beziehungsweise 9.375 Euro im Jahr bei 8.750 gefahrenen Kilometern.


Position pro JahrARI Bruni PureARI Poly Pure
Anschaffung netto, auf 5 Jahre verteilt2.000 €3.198 €
Stromkosten (8.750 km)260 €318 €
Fahrzeugkosten gesamt2.260 €3.516 €
Anteil an der Botendienstvergütung24 %38 %
Verbleibende Vergütung7.115 €5.859 €

In der Stadt spielt der Bruni seine Stärken voll aus. Die Tagesstrecke nutzt nur einen kleinen Teil der Reichweite, und die kompakten Maße sparen bei jedem Stopp Zeit. Gegenüber dem Poly bleiben rund 1.250 Euro pro Jahr mehr von der Vergütung übrig, die für Personalkosten zur Verfügung stehen.


Szenario 2: Landapotheke


Die Apotheke versorgt mehrere Ortsteile und beliefert täglich 25 abrechenbare Lieferorte auf einer Tour von 110 Kilometern. Die Botendienstvergütung liegt bei 62,50 Euro pro Tag beziehungsweise 15.625 Euro im Jahr bei 27.500 gefahrenen Kilometern. Für den Poly wird hier die Variante Style mit 31,9-kWh-Akku angesetzt.


Position pro JahrARI Bruni PureARI Poly Style
Anschaffung netto, auf 5 Jahre verteilt2.000 €3.798 €
Stromkosten (27.500 km)817 €998 €
Fahrzeugkosten gesamt2.817 €4.796 €
Anteil an der Botendienstvergütung18 %31 %
Verbleibende Vergütung12.808 €10.829 €

Rein rechnerisch liegt der Bruni auch auf dem Land vorn. Die Frage ist hier aber weniger der Preis als die Reserve. 110 Kilometer liegen zwar deutlich unter der WLTP-Reichweite des Bruni, im Winter schrumpft der Puffer jedoch spürbar. Wer regelmäßig Touren deutlich über 100 Kilometer fährt, zusätzliche Eillieferungen am Nachmittag einplant oder auf Landstraßen zügiger unterwegs sein möchte, ist mit dem Poly und seinem größeren Akku auf der sicheren Seite. Die Mehrkosten von knapp 2.000 Euro pro Jahr sind dann der Preis für Planungssicherheit.


Zum Vergleich: der Verbrenner


Ein Kleinwagen mit Verbrennungsmotor, der im Stop-and-go-Betrieb 6 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, kommt bei einem angenommenen Kraftstoffpreis von 1,75 Euro pro Liter auf 10,50 Euro Energiekosten je 100 Kilometer. Im Landszenario mit 27.500 Kilometern wären das rund 2.890 Euro pro Jahr allein für Kraftstoff, also mehr als die gesamten Fahrzeugkosten des Bruni inklusive Anschaffung. Dazu kommen beim Verbrenner Kfz-Steuer, Ölwechsel und ein höherer Verschleiß durch die vielen Kaltstarts.


Sonderabschreibung: 75 Prozent im ersten Jahr


Einen zusätzlichen Hebel bietet die Sonderabschreibung für Elektrofahrzeuge nach § 7 Absatz 2a EStG, oft auch Turboabschreibung genannt. Apotheken, die zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 31. Dezember 2027 ein rein elektrisches Fahrzeug für den Betrieb anschaffen, können im Jahr der Anschaffung 75 Prozent der Anschaffungskosten steuerlich geltend machen. In den fünf Folgejahren werden die restlichen 25 Prozent gestaffelt mit 10, 5, 5, 3 und 2 Prozent abgeschrieben.


Zwei Details machen die Regelung für Apotheken besonders attraktiv. Die 75 Prozent werden nicht zeitanteilig gekürzt. Auch ein Fahrzeug, das erst im Dezember angeschafft wird, lässt sich noch im selben Jahr zu drei Vierteln abschreiben. Außerdem hat das Bundesfinanzministerium klargestellt, dass auch gebraucht gekaufte Elektrofahrzeuge begünstigt sind, nicht nur Neufahrzeuge.


Für die beiden Modelle ergibt sich folgender Abschreibungsverlauf auf Basis der Nettopreise:


AbschreibungARI Bruni PureARI Poly PureARI Poly Style
Anschaffungskosten netto9.999,00 €15.990,00 €18.990,00 €
Jahr 1 (75 %)7.499,25 €11.992,50 €14.242,50 €
Jahr 2 (10 %)999,90 €1.599,00 €1.899,00 €
Jahre 3 bis 6 (zusammen 15 %)1.499,85 €2.398,50 €2.848,50 €

Bei einem angenommenen persönlichen Steuersatz von 40 Prozent mindert die Abschreibung im ersten Jahr die Steuerlast beim ARI Bruni Pure um rund 3.000 Euro, beim ARI Poly Pure um rund 4.800 Euro und beim ARI Poly Style um rund 5.700 Euro. Ein großer Teil des Kaufpreises fließt damit bereits nach der ersten Steuererklärung über die Steuerersparnis zurück. Wichtig für die Einordnung: Über die gesamte Nutzungsdauer wird nicht mehr abgeschrieben als bei der regulären Methode. Der Vorteil liegt in der zeitlichen Vorverlagerung, die der Apotheke Liquidität genau dann verschafft, wenn die Investition anfällt.


Die Turboabschreibung kann nicht mit der Sonderabschreibung nach § 7g Absatz 5 EStG kombiniert werden. Wie sich die Regelung in Ihrer individuellen Situation am besten nutzen lässt, etwa in Verbindung mit einem Investitionsabzugsbetrag, klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung.


Weitere Vorteile: THG-Quote und Kfz-Steuer


Zusätzlich zur Abschreibung können Sie für jedes Elektrofahrzeug jährlich die THG-Quote beantragen und damit einen weiteren Betrag erlösen. Rein elektrische Fahrzeuge sind außerdem von der Kfz-Steuer befreit.


Fazit: Bruni für die Stadt, Poly für lange Touren


Für die meisten Stadtapotheken ist der ARI Bruni die wirtschaftlichere Wahl. Er zehrt nur einen kleinen Teil der Botendienstvergütung auf, passt in jede Lücke und reicht für typische innerstädtische Touren mit großem Puffer. Besonders die Variante Bruni Cargo mit ihrem Laderaum im Fond ist auf den Lieferalltag zugeschnitten.


Der ARI Poly empfiehlt sich für Apotheken mit großem Einzugsgebiet, langen Überlandtouren oder dem Wunsch nach mehr Reserve im Winter. Mit dem größeren Akku, fünf Türen und bis zu 1.357 Litern Ladevolumen bietet er die Flexibilität, die ein ländlicher Botendienst braucht.


Für beide Modelle gilt: Wer bis Ende 2027 anschafft, kann über die Sonderabschreibung 75 Prozent des Kaufpreises bereits im ersten Jahr steuerlich geltend machen.


Welches Fahrzeug zu Ihrer Apotheke passt, hängt letztlich von Ihrer längsten Tour und der Zahl der abrechenbaren Lieferorte ab. Konfigurieren Sie den ARI Bruni oder den ARI Poly online oder vereinbaren Sie eine Probefahrt, um beide Modelle im eigenen Liefergebiet zu testen.


Noch günstiger starten: gebrauchte ARI Fahrzeuge auf Kompori


Wer den Botendienst erst aufbauen oder ein zweites Fahrzeug für Spitzenzeiten ergänzen möchte, muss nicht zwingend neu kaufen. Auf dem Marktplatz Kompori finden Sie regelmäßig gebrauchte ARI Fahrzeuge, Vorführwagen und Rückläufer, die sich ebenfalls gut für den Apotheken-Botendienst eignen.


Eine naheliegende Alternative ist der ARI 902. Der Zweisitzer ist mit 2,95 Metern Länge noch kompakter als der Bruni, fährt bis zu 90 km/h und bietet 766 Liter Laderaum. Besonders praktisch für Lieferfahrten ist die Variante ARI 902 Cargo mit Trenngitter und Holz-Laderaum, in dem sich Transportboxen sicher verstauen lassen. Da der 902 häufig als Vorführwagen mit geringer Laufleistung angeboten wird, erhalten Sie ein nahezu neuwertiges Fahrzeug zum Gebrauchtpreis.


Für reine Stadtapotheken mit kurzen Wegen kommt außerdem das Lastenmoped ARI 345 infrage. Mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit ist es für den innerstädtischen Lieferverkehr ausgelegt und mit dem Führerschein der Klasse AM fahrbar, der im Pkw-Führerschein bereits enthalten ist. Mit geschlossenem Kofferaufbau werden Arzneimittel verschließbar und wettergeschützt transportiert, die Variante mit geschlossener Fahrerkabine sorgt auch im Winter für einen angenehmen Arbeitsplatz. Weil das 345 in jede Lücke passt und direkt vor der Haustür halten kann, spart es bei vielen Stopps auf engem Raum spürbar Zeit.


Auch bei gebrauchten Fahrzeugen lohnt der Blick auf die Steuer: Die 75-Prozent-Sonderabschreibung gilt laut Bundesfinanzministerium ausdrücklich auch für gebraucht angeschaffte Elektrofahrzeuge. Ein günstiger Gebrauchtwagen lässt sich damit im Anschaffungsjahr ebenfalls zu drei Vierteln abschreiben. Aktuelle Angebote finden Sie jederzeit auf kompori.com.


Häufige Fragen zum Apotheken-Botendienst


Wie hoch ist die Botendienstvergütung für Apotheken?


Apotheken erhalten je Lieferort und Tag einen Zuschlag von 2,50 Euro zuzüglich Umsatzsteuer, also 2,98 Euro brutto. Der Zuschlag ist seit 2021 dauerhaft im SGB V geregelt.


Für welche Lieferungen gilt der Botendienstzuschlag?


Nur für verschreibungspflichtige Arzneimittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung. OTC-Präparate, Hilfsmittel, Medizinprodukte, Sprechstundenbedarf, Privatrezepte und Lieferungen im Rahmen eines Heimversorgungsvertrags sind ausgenommen.


Darf eine Apotheke den Botendienst an einen Lieferdienst auslagern?


Der Botendienst im Sinne der Apothekenbetriebsordnung muss durch Personal der Apotheke erfolgen. Wer regelmäßig externe Logistikunternehmen beauftragt, betreibt rechtlich Versandhandel und benötigt dafür eine Erlaubnis nach § 11a Apothekengesetz.


Reicht die Reichweite des ARI Bruni für den Botendienst?


Für die meisten Touren in Stadt und Umland ja. Der Bruni erreicht bis zu 215 Kilometer nach WLTP und wird über Nacht an der Apotheke geladen. Bei Tagesstrecken deutlich über 100 Kilometern und im Winter bietet der ARI Poly mit bis zu 410 Kilometern Reichweite mehr Reserve.


Kann ich Arzneimittel mit Kühlpflicht im ARI Bruni oder ARI Poly transportieren?


Beide Fahrzeuge bieten ausreichend Platz für eine geeignete Kühlbox. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Transporttemperatur liegt in der Verantwortung der Apotheke und sollte über entsprechende Transportbehälter sichergestellt werden.


Welche steuerlichen Vorteile gibt es beim Kauf eines Elektroautos für die Apotheke?


Für Elektrofahrzeuge, die zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 31. Dezember 2027 angeschafft werden, gilt die Sonderabschreibung nach § 7 Absatz 2a EStG. Im Anschaffungsjahr lassen sich 75 Prozent der Anschaffungskosten abschreiben, auch bei Kauf im Dezember und auch bei gebrauchten Elektrofahrzeugen. Beim ARI Bruni Pure sind das 7.499,25 Euro, beim ARI Poly Pure 11.992,50 Euro. Hinzu kommen die jährliche THG-Quote und die Befreiung von der Kfz-Steuer.


Gibt es auch gebrauchte Fahrzeuge für den Apotheken-Botendienst?


Ja. Auf dem Marktplatz Kompori werden regelmäßig gebrauchte ARI Fahrzeuge angeboten, etwa der zweisitzige ARI 902 oder das Lastenmoped ARI 345 mit Kofferaufbau. Auch gebraucht angeschaffte Elektrofahrzeuge können mit 75 Prozent im ersten Jahr abgeschrieben werden.


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