Mit eigenem Betriebshof im Vorteil: Was die Öko-Institut-Studie für Ihren Umstieg auf Elektro bedeutet

13. Oktober 2026

Mit eigenem Betriebshof im Vorteil: Was die Öko-Institut-Studie für Ihren Umstieg auf Elektro bedeutet


Am 1. Oktober 2026 haben das Öko-Institut und die Stiftung Klimaneutralität eine gemeinsame Studie samt ergänzender Befragung vorgestellt. Sie untersucht, welche Haushalte in Deutschland wann auf das Elektroauto umsteigen und was sie daran hindert. Das Ergebnis ist deutlich: Über den Umstieg entscheidet weniger die persönliche Einstellung als die Frage, ob man privat laden kann. Für viele Haushalte in Mietwohnungen ist genau das die größte Hürde. Für Betriebe mit eigenem Hof liegt darin dagegen ein Vorteil, der in der Diskussion um Elektromobilität oft untergeht.


Was die Studie untersucht hat


Grundlage ist das Gutachten „Subsektorale Analyse der Dekarbonisierung des Personenverkehrs“, das das Öko-Institut im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität erstellt hat. Die Forschenden haben Haushalte nach Nettoeinkommen, jährlicher Pkw-Fahrleistung und Anbindung an den öffentlichen Verkehr in acht Gruppen eingeteilt, Haushalte mit Dienstwagen bilden eine neunte Gruppe. Die Stiftung Klimaneutralität hat die Modellierung um eine eigene Befragung von 3.000 potenziellen Käuferinnen und Käufern von Elektroautos ergänzt.


Das Modell zeigt ein klares Gefälle. Dienstwagenflotten werden besonders schnell erneuert und elektrifizieren entsprechend früh: Im Szenario ist 2030 bereits die Hälfte dieser Fahrzeuge batterieelektrisch, 2035 sind es 76 Prozent. Haushalte mit geringem Einkommen und hoher Fahrleistung kommen 2035 dagegen erst auf 40 bis 45 Prozent. Sie fahren ältere Fahrzeuge, wohnen häufiger zur Miete und tragen gemessen am Einkommen die höchste Investitionslast. Die vollständige Einordnung finden Sie in der Pressemitteilung des Öko-Instituts.


Der Ladezugang ist der stärkste Hebel


Die aufschlussreichste Zahl stammt aus der Befragung der Stiftung Klimaneutralität. Ohne private Lademöglichkeit wollen 14 Prozent der Befragten ein Elektroauto kaufen. Mit Lademöglichkeit sind es 51 Prozent, also mehr als dreimal so viele. Gleichzeitig können 70 Prozent der Befragten derzeit weder zu Hause noch am Arbeitsplatz laden, und 29 Prozent sind dauerhaft auf öffentliche Ladesäulen angewiesen, weil sich in ihrem Wohnumfeld kein Ladepunkt nachrüsten lässt.


Thomas Losse-Müller, Direktor der Stiftung Klimaneutralität, bringt den Zusammenhang auf eine einfache Formel: „Wer zuhause laden kann, spart Geld.“ Die Stiftung fordert deshalb unter anderem faire und transparente Preise an öffentlichen Ladesäulen sowie einen schnelleren Ausbau von Ladepunkten in Mietwohnquartieren.


Was das für Gewerbekunden mit eigenem Hof bedeutet


Die Befragung richtet sich an private Käuferinnen und Käufer. Die dahinterliegende Logik lässt sich aber gut auf Unternehmen, Kommunen und landwirtschaftliche Betriebe übertragen. Wer seine Fahrzeuge auf dem eigenen Grundstück abstellt, hat das Problem, das 70 Prozent der Befragten ausbremst, schlicht nicht. Ob Bauhof, Werksgelände, Gärtnerei, Handwerksbetrieb mit Halle oder Hofstelle: Das Fahrzeug steht nach Feierabend ohnehin dort, wo eine Steckdose in Reichweite ist. Geladen wird während der Standzeit, ohne Umweg zur Ladesäule und ohne Wartezeit.


Hinzu kommt die Kostenseite. Wer auf dem eigenen Hof lädt, zahlt den eigenen Stromtarif und ist nicht auf wechselnde Ad-hoc-Preise oder Roaming-Entgelte an öffentlichen Säulen angewiesen. Die Energiekosten lassen sich dadurch verlässlich kalkulieren. Betriebe mit eigener Photovoltaikanlage können einen Teil des Ladestroms zudem selbst erzeugen.


Drei Beispiele aus der Praxis


Wie das im Alltag aussieht, zeigen Kunden, die ihre ARI Fahrzeuge auf dem eigenen Gelände betreiben.


Der Bauhof der Motorradstadt Zschopau im Erzgebirge setzt für Grünpflege, Straßenunterhaltung und Reinigung einen ARI 458 Pro mit Alu-Kipperpritsche ein. Das Fahrzeug übernimmt die kurzen innerörtlichen Fahrten und wird über Nacht am Betriebshof geladen, sodass es jeden Morgen einsatzbereit ist. Mehr dazu lesen Sie in unserer Referenz zum Bauhof Zschopau.


Am Kraftwerk Lippendorf bei Leipzig erledigt ein ARI 458 Pro mit Standard-Pritsche innerbetriebliche Fahrten auf dem weitläufigen Werksgelände. Viele kurze Wege mit häufigen Stopps sind für einen Verbrenner ein ungünstiges Fahrprofil, für einen Elektrotransporter dagegen ideal. Der LiFePO4-Akku lässt sich an einer gewöhnlichen 230-Volt-Haushaltssteckdose in vier bis sechs Stunden vollständig laden, eine eigene Ladeinfrastruktur ist dafür nicht erforderlich. Die Energiekosten liegen bei rund vier Euro auf 100 Kilometer. Details finden Sie in der Referenz zum Kraftwerk Lippendorf.


Auf einem Pferdehof bei Raisting am Ammersee transportiert ein ARI 345 Kabine mit Pritsche täglich Heu, Futtersäcke, Einstreu und Stallmist. Das Fahrzeug verbringt seinen Arbeitstag vollständig auf dem eigenen Gelände. Mit Standardakku dauert eine Vollladung beim ARI 345 Kabine etwa drei bis vier Stunden, mit dem größeren Akku etwa vier bis fünf Stunden. Die ganze Geschichte lesen Sie in der Referenz vom Pferdehof Raisting.


Allen drei Einsätzen ist gemeinsam, dass die tägliche Fahrstrecke überschaubar ist und das Fahrzeug nachts auf dem Gelände steht. Unter diesen Bedingungen wird die Ladefrage, die viele Privathaushalte vom Umstieg abhält, zur Nebensache.


Warum kompakte Akkus hier ein Vorteil sind


ARI Leichtfahrzeuge und Elektrotransporter sind modular aufgebaut und arbeiten mit Akkus, die im Vergleich zu großen Elektro-SUV klein ausfallen. Was auf der Langstrecke als Nachteil gelten mag, ist im gewerblichen Kurzstreckeneinsatz ein Vorteil: Ein kleinerer Akku ist über Nacht auch an einer normalen Steckdose sicher wieder voll. Die bei den meisten aktuellen Modellen verbaute LiFePO4-Technik gilt zudem als besonders zyklenfest und thermisch stabil.


Ein praktischer Hinweis für die Planung: Wenn Sie regelmäßig an einer Haushaltssteckdose laden möchten, sollten Sie die Leitung und Absicherung vorab von einer Elektrofachkraft prüfen lassen. Bei mehreren Fahrzeugen kann eine Wallbox oder eine kleine Ladelösung für den Fuhrpark sinnvoll sein.


Förderung und steuerliche Vorteile für Unternehmen


Die Studie diskutiert vor allem die einkommensabhängige Kaufförderung für Privathaushalte. Für gewerbliche Käufer sind andere Instrumente relevant. Elektrofahrzeuge im Betriebsvermögen können bis Ende 2027 mit einer Sonderabschreibung von 75 Prozent im Anschaffungsjahr abgeschrieben werden, laut Bundesfinanzministerium ausdrücklich auch bei gebrauchten Elektrofahrzeugen. Zusätzlich lässt sich jedes Jahr die THG-Quote für das Fahrzeug geltend machen. Einen Überblick über weitere Programme finden Sie in unserer Rubrik Förderung.


Fazit: Der eigene Hof ist die beste Ladeinfrastruktur


Die Zahlen von Öko-Institut und Stiftung Klimaneutralität zeigen, dass der Zugang zum Laden über den Umstieg entscheidet. Was für Mieterinnen und Mieter ohne Stellplatz eine echte Hürde bleibt, ist für viele Betriebe längst gelöst: Sie haben den Stellplatz, die Steckdose und planbare Standzeiten. Wer seine Fahrzeuge auf dem eigenen Hof abstellt, bringt damit die wichtigste Voraussetzung für den Wechsel auf ein elektrisches Nutzfahrzeug bereits mit.


Sie möchten prüfen, ob ein ARI Elektrotransporter zu Ihrem Einsatzprofil und Ihren Lademöglichkeiten passt? Sprechen Sie uns an oder konfigurieren Sie Ihren ARI 458 Pro direkt online und erhalten Sie ein unverbindliches Kauf- und Leasingangebot.


Häufige Fragen zum Laden auf dem Betriebshof


Brauche ich für einen ARI Elektrotransporter eine Wallbox?

Nicht zwingend. Der ARI 458 Pro lässt sich an einer gewöhnlichen 230-Volt-Haushaltssteckdose in vier bis sechs Stunden vollständig laden. Lassen Sie die Steckdose für regelmäßiges Laden vorab von einer Elektrofachkraft prüfen. Bei mehreren Fahrzeugen kann eine Wallbox sinnvoll sein.


Wie lange dauert das Laden eines ARI 345 Kabine?

Mit Standardakku etwa drei bis vier Stunden, mit dem größeren Akku etwa vier bis fünf Stunden.


Was hat die Studie des Öko-Instituts herausgefunden?

Die Befragung der Stiftung Klimaneutralität zur Studie zeigt: Mit privater Lademöglichkeit wollen 51 Prozent der Befragten ein Elektroauto kaufen, ohne sind es nur 14 Prozent. 70 Prozent können derzeit weder zu Hause noch am Arbeitsplatz laden.


Welche steuerlichen Vorteile gibt es für gewerbliche Käufer?

Bis Ende 2027 gilt für Elektrofahrzeuge im Betriebsvermögen eine Sonderabschreibung von 75 Prozent im Anschaffungsjahr, auch für gebrauchte Fahrzeuge. Zusätzlich kann jährlich die THG-Quote beantragt werden.


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